Samstag, 24. September 2016
Bio-Soziale Therorie
Ich habe mich entschlossen, hier mal etwas über Borderline-Störung allgemein zu schreiben.
Woher bzw. wie genau sie entsteht, darüber streiten sich selbst die Fachleute.

Darüber hinaus ist die Bio-Soziale-Theorie noch die am ehesten glaubwürdigste.

Auszüge aus "Interaktives Skillstrainig für Borderline-Patienten" - kurz Skillordner.

"Die Bio-Soziale-Theorie erklärt die Entstehung und Aufrechterhaltung der Borderline-Störung. In aller Regel spielen 2 Faktoren eine wichtige Rolle.

1. Eine besondere emotionale Sensibilität (Empfindlichkeit im Gefühlsbereich) - dies entspricht dem biologischem Faktor

2. Sehr belastende, oft abwertende und traumatisierende Einflüsse durch das soziale Umfeld - dies entspricht dem sozialen Faktor.

Das Zusammenwirken dieser beiden Faktoren führt zu einer Anfälligkeit für Störungen der Emotionsregulation.

Wie äußert sich eine Störung der Emotionsregulation?

- Menschen mit einer Borderline-Störung reagieren sensibler auf gefühlsmäßige Reize und lassen sich leichter von Gefühlen (Emotionen) anstecken.

- Gefühle sind stärker ausgeprägt und werden intensiver erlebt. Gerade unangenehme Emotionen werden also häufig als unterträglich intensiv erlebt.

- Emotionen halten länger an, dh. Menschen mit einer Borderline-Störung brauchen mehr Zeit um zu einer neutralen emotionalen Ausgangslage zurück zu kehren.

- Impulsive und selbstschädigende Verhaltensweisen sind häufig misslungene Versuche mit schmerzhaften Emotionen umzugehen"

Ende..